Tarfaya's Blog

December 21, 2009

CAP JUBY UND DIE WÜSTE Notlandungen an der Tagesordnung

Filed under: Uncategorized — tarfaya @ 7:34 pm

Montag 25.12.2006 [17.38 Uhr]MEZ Ihnen wurde ein Artikel aus der ZDF-Redaktion von sadat@yours.com geschickt.

1927 wird Antoine de Saint-Exupéry von der Postfluglinie Latécoère nach Cap
Juby im Süden Marokkos versetzt. Er soll dort als Flugplatzchef einer
abgelegenen Sandpiste für einen geregelten und vor allem sicheren
Flugbetrieb sorgen. Cap Juby, das war 1927 nichts weiter als ein spanisches
Fort, ein Militärgefängnis in der spanisch besetzten Sahara. Außerhalb der
Mauern war Feindesland. Selbst die Soldaten trauten sich nicht heraus, sie
hatten Angst, aufständischen Mauren zum Opfer zu fallen.

Friedensstifter Saint-Exupéry
Angst hatten auch die Postflieger. Immer wieder setzten die Motoren ihrer
Flugzeuge, der Breguets XIV, aus. Notlandungen waren tatsächlich an der
Tagesordnung. Die Gefahr ging dabei weniger von der erzwungenen Landung aus
als von den Nomaden. Häufig wurden Piloten gefangen genommen und
verschleppt. Das Lösegeld, das für sie verlangt wurde, war hoch, und nicht
alle überlebten die Gefangenschaft. Saint-Exupéry wurde als Diplomat
gesandt. Er sollte Frieden stiften.

Cap Juby – das war für Antoine de Saint-Exupery vor allem Einsamkeit. In
der Wüste fand er zu sich selbst, entwickelte die Gedanken und die Sprache
für ein Werk, das ihn unsterblich machen sollte. Er hat nur etwas über ein
Jahr in der Wüste gelebt, doch die Zeit, die er dort verbracht hat, hat ihn
nie wieder losgelassen. Die Wüste – das waren die Abenteuer, die er dort
erlebte, die Extremsituationen, in denen er nur knapp mit dem Leben
davonkam. Das war die Stille, die Sprache in ihm weckte. Das war
Verlassensein, das ihn zur Meditation zwang. Die Faszination der Wüste war
für ihn, das zu entdecken, was in ihm reifte.

Das Nachrichtenangebot des ZDF finden Sie unter

http://www.zdf.de

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